Pennsylvania Geschichte
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Vor dem Eintreffen europäischer Siedler hatten bereits die alteingesessenen Indianerstämme das Land des heutigen Pennsylvania unter sich aufgeteilt. An der Küste lebten die Algonkinstämme Delaware und Shawnee, entlang des Susquehanna lebte der gleichnamige Irokesenstamm und die Erie und Seneca, ebenfalls Irokesen, waren im Westen des Staates zu finden.
Im 17. Jahrhundert versuchten die Holländer, die Schweden und die Engländer nacheinander, das Gebiet für sich zu erobern, alle wenig erfolgreich. Erst den Quäkern unter Führung William Penns gelang es in den 1670er Jahren, eine Siedlung aufzubauen. Bestätigt durch ein königliches Patent für das Land zwischen New Jersey und Maryland nannte Penn das Gebiet Pennsylvania. Als er 1682 die Stadt Philadelphia gründete, schloss er einen Friedensvertrag mit den ansässigen Indianern ab.

Pennsylvania Geschichte @iStockphoto/James Pharaon
Im 18. Jahrhundert kamen immer mehr Kolonisten, viele von ihnen aus Deutschland, England, Irland oder Schottland, ins Land. Schnell wuchs dir Gemeinschaft der deutschsprachigen Mennoniten oder der Herrnhuter Brudergemeinschaft. Sie werden bis heute als Pennsylvania Dutch bezeichnet, wobei Dutch nicht "holländisch" sonder "deutsch" bedeutet. Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen Briten und Franzosen verschob sich die Grenze Pennsylvanias immer weiter nach Westen, da der Staat ja unter englischer Herrschaft stand. Die Grenzstreitigkeiten führten mit der Zeit zu Konflikten mit den Indianerstämmen.
Im Kampf um die Unabhängigkeit der britischen Kolonien vom Mutterland England spielte Pennsylvania eine ganz besondere Rolle: hier in Philadelphia fanden der erste und der zweite Kontinentalkongress statt, hier wurde 1776 die Unabhängigkeitserklärung gebilligt und unterschrieben. Kriegsbedingte Finanzschwierigkeiten veranlassten den Kontinentalkongress 1781, die erste kommerzielle Bank der Welt, die Bank of North America, zu gründen.
Dank seiner guten Lage und Anbindung an andere Staaten und aufgrund reicher Rohstoffvorkommen entwickelte sich Pennsylvania im 19. und 20. Jahrhundert schnell zu einem wichtigen Lieferanten für Holz, Kohle und Eisen. Auch die größte Stadt des Staates, Philadelphia, wandelte sich immer mehr zum Industriezentrum. Die Entdeckung von Ölvorkommen beflügelte vor allem das Eisenbahnwesen und die chemische Industrie. Bis heute ist der "Oil State" ein Industriestaat geblieben. Seine Produktionsstätten konzentrieren sich nicht an einem Ort, sie sind über das ganze Land verteilt.
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