Rhode Island Geschichte

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Erstmals nahm ein europäischer Entdecker Rhode Island 1511 zur Kenntnis. Miguel de Cortereal segelte jedoch an diesem Landstrich vorbei ohne anzulanden. Erst etwa ein Jahrhundert später kamen erste englische Siedler aus Massachusetts nach Rhode Island und trafen dabei auf Stämme der Niantic, Nipmuc, Wampanoag und der Narragansett.

Die Kolonie Rhode Island wurde 1636 vom Anthropologen, Staatsphilosophen, Politiker und Theologen Roger Williams gegründet. Williams, selbst Baptist, wurde zuvor aufgrund von Streitigkeiten mit radikalen religiösen Führern der Massachusetts Bay Colony aus dem puritanischen Massachusetts verbannt. Die erste Stadt, die Williams gründete, war Providence. Ermutigt durch das Beispiel Williams' folgten bald andere ehemaligen Bewohner Massachusetts'. Ab 1644 wurde Rhode Island vom englischen Parlament als eigenständige Kolonie Providence Plantations anerkannt, nachdem es zuvor von Massachusetts beansprucht wurde. Spätestens mit der Charta zur Erteilung der Religionsfreiheit 1663 wurde Rhode Island zum Ziel von Immigranten jeglicher Religion. Die neu garantierte Freiheit galt aber nicht für alle: bis 1676 gelang es den Siedlern, die amerikanischen Ureinwohner zu unterwerfen.

Im 18. Jahrhundert kamen die ersten Proteste gegen die britischen Handelsbeschränkungen aus Rhode Island. Kein Wunder, waren die Einwohner doch durch Schifffahrtsausrüstung, Sklavenhandel und Schmuggel zu Reichtum gekommen. Nach dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg war Rhode Island 1790 der letzte Staat, der als Gründungsmitglied dem Staatenbund beitrat, aus dem die USA hervorgehen sollten.

Im 19. Jahrhundert blühten Handel und Tourismus. Das Wirtschaftswachstum schnellte in die Höhe, ständig erreichten neue Einwanderer den Staat. Dieser Boom hielt bis ins 20. Jahrhundert an. Aber dann kam es zu einem drastischen Wandel der Bevölkerungsstruktur. Alteingesessene Yankees machten allmählich irischen, italienischen, frankokanadischen und portugiesischen Einwohnern Platz. Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre ermüdete die Wirtschaft von Rhode Island zusehends - bis heute hat sich der Staat nicht vollständig davon erholt. Schwere Krisen wie die Abwanderung unrentabel gewordener Textilindustrie oder der Zusammenbruch mehrerer staatlich versicherter Banken und Kreditinstitute in den 1990ern schädigten immer wieder die Wirtschaft des Staates.

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