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Alabama – Infos und Sehenswürdigkeiten

Alabama Allgemeine Informationen:

Der Bundesstaat Alabama befindet sich im Südosten der USA und zählt zu den sogenannten „Südstaaten“. Erstmals erwähnt um das Jahr 1540, leitet sich der Name „Alabama“ von einem damals ansässigen Indianerstamm ab, der von einer spanischen Expedition entdeckt und später von französischen Siedlern „Alibamons“ genannt wurde. Der Name entstand durch den Versuch des Nachsprechens eines Wortes aus dem Sprachgebrauch der Indianer.




Geografie und Klima in Alabama:

Der Staat Alabama mit derzeit rund 5 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von ungefähr 136.000 Quadratkilometern, grenzt im Norden an Tennessee und im Süden an den Golf von Mexiko. Weitere Nachbarstaaten sind Mississippi (westlich), Georgia (östlich) und Florida (südöstlich). Im nordöstlichen Bereich Alabamas beginnen die Appalachen, ein Mittelgebirge, dass sich von Süd nach Nord über mehrere Bundesstaaten der USA bis nach Kanada erstreckt. Mehrere kleine und mittelgroße Flüsse und Gewässer durchziehen den Bundesstaat, was diesen fruchtbar und landschaftlich ansprechend macht. Aufgrund der Fruchtbarkeit des Bodens hat die Landwirtschaft bis heute einen sehr hohen Stellenwert.

Die Fläche Alabamas ist in 67 Landkreise (engl.: Countys) aufgeteilt, deren Hauptstadt Montgomery (zweitgrößte Stadt) sich fast mittig im Staatsgebiet befindet. Größte Stadt, mit rund 215.000 Einwohnern, ist Birmingham, die nördlich von Montgomery auf dem Weg nach Huntsville liegt. Das Klima des Staates kann als gemäßigt bis warm beschrieben werden. Die Sommermonate sind warm und sonnig mit durchschnittlichen Temperaturen von ca. 28 – 34 Grad. Im Winter sinken die Temperaturen selten unter 5 Grad, wobei es in den nördlichen Regionen, insbesondere in den Appalachen, vereinzelt zu leichten Schneefällen kommen kann. Die durchschnittlichen Wintertemperaturen bewegen sich in einem Bereich von 3 – 15 Grad. Laut Tourismusverband und diverser anderer Quellen ist die Frühlingszeit die beste und beliebteste Reisezeit. Leider wurde die Küstenregion Alabamas in den vergangenen Jahrzehnten öfter von Hurrikans heimgesucht, zuletzt im Jahre 2005 durch „Katrina“, der verheerende Schäden entlang der Küste anrichtete.

Alabama

Alabama ©iStockphoto/Sean Pavone

Geschichtlicher Hintergrund Alabama:

Die „Südstaaten“ der USA, und somit auch Alabama, zählen zu den geschichtsträchtigsten Staaten der USA. Vielen dürfte Alabama im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg und der Sklaverei bekannt sein. Alabama wurde im Jahre 1819 als 22. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen und war 1861 der Geburtsort der Konföderierten Staaten („Südstaaten“), die im amerikanischen Bürgerkrieg (1861 – 1865) gegen die Unionsstaaten („Nordstaaten“) kämpften und den Krieg letztlich verloren. Nach dem Krieg wurden die „Südstaaten“ wieder in die Union aufgenommen und mit den „Nordstaaten“ vereint. Mit Ende des Krieges wurde die Sklaverei, die geschichtlich vor allem im Zusammenhang mit Baumwollplantagen bekannt ist, beendet. Die sogenannte „Rassentrennung“ blieb jedoch vorerst erhalten. Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre war Alabama erfreulicherweise die Wiege zahlreicher Bürgerrechtsbewegungen, die durch historische Persönlichkeiten wie beispielsweise Dr. Martin Luther King angeführt wurden. Grundstein für die Bürgerrechtsbewegung legte ein Vorfall in Alabamas Hauptstadt Montgomery, bei dem die Bürgerrechtlerin Rosa Parks sich weigerte ihren Platz im Bus für einen Weißen frei zu machen, und daraufhin verhaftet wurde.

Obwohl die Rassentrennung 1964 von Präsident Lyndon B. Johnson abgeschafft wurde und die Sklaverei auf den Baumwollplantagen längst aufgehört hatte, ist Alabama bis heute für seine Baumwollproduktion bekannt und wird daher auch umgangssprachlich „Cotton State“ (engl. für „Baumwollstaat“) oder Heart of Dixie (engl. für „Herz des Südens“) genannt.

Wichtige Städte und deren Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Alabama

Montgomery:

Die Hauptstadt Montgomery mit seinen ca. 200.000 Einwohnern ist besonders in historischer Hinsicht interessant. Als einstige Hauptstadt der „Südstaaten“ befindet sich hier das erste „Weiße Haus“ der Konföderationsstaaten und weitere geschichtsträchtige Gebäude. Im Zusammenhang mit dem, scheinbar nach wie vor gegenwärtigen, Geist der Bürgerrechtsbewegung lohnt sich eine Besichtigung der First Baptist Church und der Dexter Avenue Baptist Church (Kirche in der Dr. Martin Luther King als Geistlicher tätig war). Diese gelten bis heute als Wahrzeichen für die Anfänge der Bürgerrechtsbewegung. Das National Memorial for Peace and Justice erinnert seit 2018 an die Lynchjustiz zu Zeiten der Sklaverei. Auch abseits der Geschichte gibt es Sehenswertes in Montgomery. Der Montgomery Zoo beherbergt an die 600 Tiere aus 5 verschiedenen Kontinenten. Bei den Jasmine Hill Gardens und dem zugehörigen Outdoor Museum handelt es sich um einen ca. 81.000 Quadratmeter großen botanischen Garten mit Museum, der sich am besten bei einem ausgedehnten Spaziergang erkunden lässt. Die „Südstaaten“ gelten als Ursprung der Soul-, Blues- und Jazzmusik, so hat die Stadt Montgomery einige Musiker und Künstler aus diesen Genres hervorgebracht. Das Lebensgefühl im Zusammenhang mit dieser Art Musik können Besucher in den Clubs und Bars der Stadt auffangen.

Birmingham:

Die größte Stadt des Bundesstaates, benannt nach der gleichnamigen Stadt in England, mit rund 212.000 Einwohnern ist hauptsächlich industriell geprägt und liegt in der nördlichen Hälfte von Alabama. Die Stadt hat genau wie Montgomery eine lange Geschichte der Rassentrennung hinter sich und war einer der Haupt-Wirkungsbereiche des Ku-Klux-Klans. Die Stadt ist die Heimatstadt vieler bekannter Jazz-Musiker und anderer bedeutender Persönlichkeiten wie Carl Lewis (berühmter und erfolgreicher Leichtathlet) und Condoleezza Rice (ehemals erste afroamerikanische Außenministerin der USA). Besucher können sich an Sehenswürdigkeiten wie dem Brimingham Botanical Garden (mit der besuchenswerten Long Life Lake Brücke), dem Sloss Furnaces National Historic Landmark (einem Denkmal an die Hochzeiten der Industrie), der Alabama Jazz Hall of Fame oder dem Birmingham Museum of Art erfreuen.

Huntsville:

Die viertgrößte Stadt des Bundesstaates liegt in Madison County und ist eine der nördlichsten Großstädte. Ein Besuch der Stadt lohnt sich alleine wegen des U.S. Space und Rocket Centers (ein interessantes Zentrum und Museum zur Geschichte der Raumfahrt). Nicht umsonst trägt die Stadt den Beinamen „Rocket City“, denn ab den 1950er Jahren wurden hier, im Marschall Space Flight Center der NASA, das berühmte Apollo-Programm und die Saturn Raketen entwickelt. Die Stadt ist bekannt als Forschungs- und Entwicklungsstandort. Der Cummings Research Park beheimatet beispielsweise über 200 Unternehmen, die in diesem Sektor tätig sind und ist damit der zweitgrößte seiner Art in den USA. Neben Weltraumgeschichte bietet die Stadt seinen Besuchern auch andere Sehenswürdigkeiten wie einen botanischen Garten, Museen und zahlreiche Restaurants mit regionalen Köstlichkeiten.

Mobile:

Die südlichste Großstadt Alabamas liegt an der Mobile Bay bzw. am Golf von Mexiko und ist eine der wenigen Hafenstädte des Staates. Neben den üblichen Vorzügen einer Stadt am Meer, wie Restaurants mit frischen Meeresfrüchten oder warmem und sonnigem Klima ist Mobile architektonisch besonders interessant. Seit seiner Besiedelung im Jahre 1702 durch französische Einwanderer, wurden über die Jahrhunderte zahlreiche Gebäude im neoklassizistischen, neugotischen und im, für die „Südstaaten“ typischen, viktorianischen Stil errichtet und sind größtenteils noch heute erhalten. Wirtschaftlich gesehen lebt Mobile hauptsächlich, wie die meisten anderen Küstenstädte, von der Industrie rund um den Hafen.

Sehenswürdigkeiten innerhalb und abseits der Städte von Alabama

Alabama ist ein U.S. Bundesstaat ohne größere Metropolen. Genau dies trägt jedoch zu dem, nicht näher beschreibbaren aber dennoch fühlbaren, „Südstaaten-Flair“ bei. Alabama ist eine ländliche, fruchtbare Gegend mit vielen Flüssen und Seen, die Besucher am besten bei einer Rundreise erleben. Hierbei lässt sich der besondere Charakter des „Heart of Dixie“ (Herz des Südens) spüren. Viktorianische Herrenhäuser (wie in der Fernsehserie „Fackeln im Sturm“ oder dem Hollywood-Klassiker „Vom Winde verweht“) finden sich überall verteilt in ländlichen Gebieten. Natürlich sind diese nicht die einzigen Sehenswürdigkeiten, der Staat Alabama hat noch viel mehr zu bieten als die Klischees Baumwolle, Whiskey und Südstaaten. Dazu zählen beispielsweise die Appalachen, die mit einem Alter von ca. 400 Millionen Jahren das älteste Mittelgebirge der Welt sind, und ihren südlichsten Punkt in Alabama haben. Traumhafte Strände, Meer und Sonne bieten die Gulf Shores und Orange Beach an der Küste des Golfs von Mexiko, im südlichsten County. In den letzten Jahrzehnten noch weitgehend unbekannt, wird die Küstengegend zunehmend beliebter bei Reisenden.

Neben Entspannung werden auch zahlreiche Sport- und Freizeitaktivitäten angeboten, wie Golf, Wassersportarten, Hochseefischen oder Wasserparks. Ein Besuch wert ist das historische Fort Gaines an der Mobile Bay. Die 1821 erbaute Festung war wichtiger Schauplatz bei insgesamt vier Kriegen. Das Fort befindet sich auf der vorgelagerten Insel Dauphin Island. Für Motorsportfans ist der Talladega Speedway in der Stadt Talladega ein Muss. Zweimal jährlich finden auf dem riesigen Areal „Nascar“ Rennen statt. Außerdem befindet sich die International Motorsports Hall of Fame auf dem Gelände, in der um 150 historische und aktuelle Rennwagen ausgestellt sind. Beeindruckend ist der USS Alabama – Battleship Memorial Park in der Mobile Bay. Neben dem gewaltigen Kriegsschiff USS Alabama sind weitere Schlachtschiffe ausgestellt, die sich mittlerweile im Ruhestand befinden.

Land und Leute in Alabama

Bei einer Reise durch Alabama bleiben vor allem die verschlafenen Kleinstädte, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, in Erinnerung. Die Bewohner des Staates sind fleißige, bodenständige und traditionsbewusste Menschen, die „ihr Alabama“ lieben. Überall begegnet man Bluegrass-Musik, deftigem „Südstaatenessen“ und dem typischen „Südstaatenflair“. In Alabama ist man stolz auf seine Kultur und die heimischen Sportmannschaften.

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