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New York- Manhattan

Vor wenigen Tagen von einer Rundreise entlang der Ostküste der USA zurückgekehrt, möchte ich einige meiner Eindrücke schildern. Die Reise ging von Baltimore nach New York. Hinzu mit dem Auto und zurückzu lieber mit dem Bus, denn zu ersterem ist folgendes zu bemerken: Was das Autofahren angeht, muss erwähnt sein, dass das Fahrverhalten etwas gewöhnungsbedürftig ist. Auf dem Highway wird so dicht aufgefahren wie in Deutschland im Stadtverkehr, die Hupe wird mindestens so oft benutzt wie das Gaspedal und was den Straßenbelag angeht, scheint es nach dem Motto zu laufen: Du siehst doch, wenn da mal ein riesiges Schlagloch ist, dann wird es ja kein Problem sein, bei 60 Meilen pro Stunde auszuweichen.




1. Unterkunft und Transport

Hotels in Manhattan selber sind sehr teuer, es bietet sich daher an, etwas außerhalb zu wohnen und einfach mit dem Zug reinzufahren, da das Schienennetz sehr gut ausgebaut ist. Innerhalb der Stadt kann man das meiste erlaufen, da man sich aufgrund des simplen Straßenaufbaus (Streets von Ost nach West verlaufend und von Süd nach Nord aufsteigend nummeriert, Avenues von Süd nach Nord verlaufend und von Ost nach West aufsteigend nummeriert- Ausnahme bildet der Broadway, der quer von Süd nach Nord erläuft) kaum verlaufen kann. Wenn es doch mal etwas schneller von A nach B gehen soll, bietet sich die Metro mit dem sog. „Funticket“ an: Man bezahlt 7,50$ und kann den ganzen Tag soviel herum fahren wie man möchte.

Empfehlenswert ist eine Bustour mit einem der Sightseeing- Doppeldecker. Am besten gegen Abend und mit etwas leckerem zu Essen und Trinken, dann kann man einen interessanten, gemütlichen Abend mit guten Informationen und einem tollen Sonnenuntergang erleben.

Manhattan

Manhattan ©iStockphoto/Ultima_Gaina

2. Der Broadway

Entlang und um den Broadway herum gibt es einiges zu erleben.

Musicals:

Wie so viele wollte ich einmal in meinem Leben ein echtes Broadway- Musical erleben. Doch wurde ich sehr enttäuscht. Was die Tickets angeht, kann man einige noch am selben Tag zum halben Preis erwerben. Im Musical selber kam ich mir vor wie in einem Kino: Nachdem die Gäste sich mit Essen und Trinken bewaffnet hatten und die Füße auf dem Sitz gemütlich plaziert waren, ging es los. Die Darsteller waren außer Frage sehr gut, die Inszenierung aber in allen Bereichen sehr übertrieben. (Ich sah „Young Frankenstein“) Außerdem war es trotz langer Sachen unglaublich kalt.

Shoppen:

Ein Paradies! Es gibt unzählige Geschäfte, sogar eine Fashionavenue. In Manhattan befindet sich übrigens das größte Macy’s (ein Kaufhaus) der Welt. Mit etwas Geduld und genauerem Hinsehen kann man wunderschöne Stücke erwerben. Doch sollte es einen nicht stören, dass es in einigen Geschäften katastrophal unordentlich aussieht, denn: Die Suche lohnt sich! Besonders wenn man auf der Suche nach schicken Kleidern ist, sollte man in den kleineren Geschäften fündig werden.

3. Das MoMA- Museum of Modern Art

Ein sehr großes und interessantes Museum über viele Etagen, nur leider finden das sehr viele Leute, sodass es sehr voll ist. Von berühmten Werken Picasssos über Andy Warhol, sowie schönen Fotografien kann man aber auch kontroverse Werke was Design betrifft sehen. Ein perfekter Ort um eine neue Diskussion über den Begriff „Kunst“ zu starten.

4. Der Central Park

Früh am Morgen- das ist wohl die beste Zeit einen entspannenden Spaziergang durch den Park zu machen. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, fernab vom Straßenlärm und den riesigen Menschenmassen.

5. Staten Island Ferry

Möchte man einen schönen Blick auf die Skyline Manhattans haben lohnt sich eine Fahrt mit der Staten Island Ferry. Für wenige Dollar kann man bis zu der besagten Insel und wieder zurück fahren. Währenddessen kommt man an der Statue of Liberty (die aus der Nähe ziemlich klein wirkt) und Ellis Island (die Einwandererinsel) vorbei. Eine perfekte Möglichkeit um schöne Fotos der einzigartigen Stadt zu machen.

6. Ground Zero

Die Arbeiten sind noch in vollem Gang und bisher steht noch nicht fest, wie der Platz in Zukunft aussehen soll. Wenn man sich aber einen Überblick schaffen möchte, sollte man einfach in den Fahrstuhl in eines der öffentlich zugänglichen Hotels steigen und ein paar Etagen hinauffahren.

7. Harlem- der etwas andere Stadtteil

Möchte man auch einmal das andere Manhattan sehen, sollte man nach Harlem fahren und das möglichst zu zweit. Wie aus einer anderen Welt wirken die heruntergekommen Wohnblöcke mit den aus manchen Fenstern hängenden Klimaanlagen. Man traut sich kaum ein Foto zu machen und trotzdem ist dies ein guter Ort um eben die Vielfältigkeit dieser Stadt zu erleben. Dies sind noch längst nicht alle sehenswerten Ecken Manhattans, aber sie repräsentieren einen Ausschnitt aus den verschiedenen Teilen dieser Weltstadt.

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