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Florida

Heiß, sandig, tropisch. Florida heißt nicht umsonst auch „The Sunshine State“, der Sonnenstaat. Der Staat liegt auf einer Halbinsel im Südosten der USA. Sein eigentlicher Name, Florida, kommt aus dem Spanischen und bedeutet „voll von Blumen“. Diese Bezeichnung rührt von den ersten Siedlern in Florida, spanische Entdecker, die während der Osterzeit hier zum ersten Mal an Land gingen. Und da Ostern auf Spanisch „Pascua Florida“ heißt, ergab sich so schnell der Name für das neu entdeckte Land.




Florida ist ein bei Jung und Alt beliebtes Fernziel. Während der Frühjahrsferien kommen verstärkt Studenten in Orte wie Panama City oder Daytona Beach, um innerhalb einer Woche die Party ihres Lebens zu feiern.

Aber nicht nur Studenten fahren immer wieder gern zum Staat mit dem südlichsten Punkt der USA auf dem Festland. Vor allem die Region um Orlando zieht Familien mit Kindern wie magisch an. Kein Wunder, schließlich befindet sich hier ja auch der größte und meistbesuchte Freizeitpark der Welt: Disney World. Und nicht nur das, rund um Disney World und Orlando befindet sich quasi eine ganze Unterhaltungsindustrie, die von Weltraumabenteuern bis Delfine streicheln alles bieten kann.

Florida

Florida @iStockphoto/Christian Wheatley

Auch bei Rentnern ist der „Sunshine State“ sehr beliebt. Viele verkaufen auf ihre alten Tage ihr Haus oder lösen ihre Wohnung auf, um ins immer warme Paradies zu ziehen, wo Orangen im Vorgarten wachsen und Alligatoren eine Runde im Swimming Pool drehen. Dieser Trend der „alten Langzeiturlauber“ hat Florida auch den Spitznamen Rentnerstaat eingebracht. Übrigens: Pensionäre, die nur über den Winter nach Florida kommen und den Rest des Jahres bei ihren Familien weiter im Norden verbringen, nennt man landläufig auch Schneevögel. Durch gezielte Werbeaktionen und zum Beispiel auch mit Hilfe der Crime-Investigation-Serie CSI Miami versucht der Staat seit geraumer Zeit, ein cooleres Image zu kreieren.

Florida Geographie

Die Halbinsel Florida liegt im Südosten der Vereinigten Staaten von Amerika. Östlich davon befindet sich der Atlantische Ozean, westlich und südlich der Golf von Mexico. Im Norden grenzt Florida an Georgia und Alabama. Südlich des „Sunshine State“ liegen, in nicht allzu großer Entfernung, Karibikstaaten wie Kuba oder Haiti. Die kurze Distanz nutzen viele illegale Einwanderer, um ins „gelobte Land“ USA zu gelangen.

Florida ist 170.304 km² groß. Einen großen Teil des Staatsgebietes machen Wasserflächen aus. Am südlichen Ende Floridas liegen die „Keys“, eine Inselkette, die durch 42 Brücken miteinander verbunden sind. Am Ende dieser Inselkette liegt der südlichste Punkt Floridas, Key West. Die Insel ist zugleich auch der südlichste Punkt der kontinentalen USA und ist lediglich 140 Kilometer von Kuba entfernt.

Zu den wichtigsten Gewässern Floridas gehören neben dem Atlantik und dem Golf von Mexico der Saint Mary’s River, Miami River, Flint River, Chattahoochee River und Perdido River. Der größte Teil des Staates befindet sich auf Höhe des Meeresspiegels. Den höchsten Punkt markiert Britton Hill mit 195 Metern Höhe.

Zu den Besonderheiten Floridas zählen neben den weißen Sandstränden und den tropischen Temperaturen vor allem die Nationalparks Biscayne, Dry Tortugas und Everglades. Auch viele andere Naturschutzgebiete und auch Gedenkstätten befinden sich unter der Kontrolle des National Park Service. Übrigens: Florida ist Überwinterungsort der meisten Zugvögel der USA. Im Winter sind Floridas Küsten also besonders für Ornithologen sehr interessant.

Im Allgemeinen herrscht in Florida subtropisches, ganz im Süden auch tropisches Klima. Im Sommer ist mit einer einfachen Regenzeit zu rechnen. Von Juni bis November ist zudem Hurrikan-Saison, dann verwüsten die tropischen Stürme meist weite Landstriche des Staates. Selbst im Winter sinken die Temperaturen tagsüber selten unter 20°C. Diese angenehmen Temperaturen verbunden mit sehr angenehmen Wassertemperaturen sind mit ein Grund, warum es so viele ältere Menschen in diese Gegend zieht.

Florida Geschichte

Archäologische Funde haben bisher bestätigt, dass Florida vor seiner Entdeckung durch europäische Siedler bereits seit mehreren Jahrtausenden bewohnt war. Zu den frühen Bewohnern zählten zum Beispiel die Stämme der Apalachee, die Calusa, die Timucua und die Tocobago.

1513 entdeckte Juan Ponce de Leon die Halbinsel und nahm sie für Spanien in Besitz. Aber erst viel später fand eine Besiedlung durch Spanier und Franzosen statt. Das heutige Jacksonville war eine der ersten dieser Siedlungen. 1763 musste Spanien nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges Florida an Großbritannien abtreten. Im bald darauf folgenden amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte Spanien an der Seite Frankreichs gegen die Briten. 1781 gewann es so die Kontrolle über West-Florida zurück. Der Frieden von Paris 1783 sprach Spanien ganz Florida wieder zu.

Bereits 1819 trat Spanien das so umkämpfte Florida an die vereinigten Staaten ab. Der Handel gilt als Notverkauf, da amerikanische Truppen das Land seit dem britisch-amerikanischen Krieg besetzt hielten und es nach Kriegsende nicht mehr verließen.

1845 wurde Florida offiziell der 27. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Seitdem wuchs seine Bevölkerung langsam an. Im amerikanischen Bürgerkrieg bewies sich der „Sunshine State“ als Gründungsmitglied der Konföderierten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde Florida mit Erfindung der Klimaanlage immer populärer. Die Temperaturen waren erträglich gemacht worden, die Lebenshaltenskosten niedrig. In der Folge ließen sich immer mehr Einwohner nördlicherer Staaten in Florida nieder und in kurzer zeit explodierten die Grundstückspreise. Heute lebt Florida vorrangig vom Tourismus. Die begehrtesten Grundstücke findet man in Miami, in der Nähe des Wassers.

Florida Sehenswürdigkeiten

Florida ist ein Anziehungspunkt für Familien. Die größten Attraktionen sind die Familienunterhaltungszentren rund um Orlando, die sich um den weltgrößten Themenpark, Disney World, gruppieren. Familien können mit Kindern jeden Alters im Kennedy Space Center einen Ausflug in den Weltraum starten, in Disney World mit Mickey und Minnie Mouse um die Wette Eis essen, in SeaWorld den spielenden Delfinen zujubeln. Wer mal bei einem echten Raketenstart zuschauen möchte, muss nur nach Cape Canaveral fahren. Dort befindet sich nämlich ein Weltraumbahnhof, von dem aus immer mal wieder Trägerraketen oder Shuttles in den Orbit geschossen werden.

Aber auch die weißen, tropischen Sandstrände und das warme Wasser des Atlantik und des Golfs von Mexico lassen alle Alltagssorgen vergessen. Das ganze Jahr über ist hier Badesaison. Wer es sportlich mag, hat die Wahl zwischen den verschiedensten Freizeit-Sportangeboten. Golfen, Tennis spielen, Sportangeln – alles kein Problem und jederzeit machbar (na ja, außer ein Hurrikan tobt gerade über dem Gebiet). Auch jede Art von Wassersport wird noch im kleinsten Strandort angeboten. Miami ist das pulsierende Zentrum des Staates. „Klein Havana“, wie es auch genannt wird, haben wir im Folgenden einen eigenen Abschnitt gewidmet.

Die beliebtesten Ziele für Spring Break, die Frühjahrsferien der Studenten, sind Panama City und Daytona Beach. Jedes Jahr im März fallen Hunderttausende Universitätsstudenten in die kleinen Orte ein und feiern eine ganze Woche lang nonstop Parties. Wer friedliche und harmonische Ferien verbringen möchte, sollte sich also lieber ein anderes Datum oder ein anderes Ziel aussuchen. Wie wäre es zum Beispiel mit der ältesten Kolonie Nordamerikas, Saint Augustine? Oder der Hauptstadt des Staates, Tallahassee?

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