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Georgia

Wenn man an Georgia denkt, fallen den meisten sofort typische Südstaatenvorurteile ein. Ein bisschen verschlafen, sehr religiös und noch viel patriotischer. Georgia trägt die Beinamen „The Peach State“ (Pfirsichstaat) und „The Empire State of the South“. Das mit dem Pfirsichstaat ist schnell erklärt: die Staatsfrucht ist der Pfirsich und überall im Land wachsen Pfirsichbäume.




Am bekanntesten ist wahrscheinlich die Staatshymne Georgias, der Song „Georgia On My Mind“. Er wurde vom Komponisten, Sänger und Schauspieler Hoagy Carmichael geschrieben und galt ursprünglich einer Frau namens Georgia. Aber Ray Charles sang diesen Song, als 1979 Gesetze zur Aufhebung von Rassentrennung und gegen Rassismus erlassen wurden. Sein Gesang wurde symbolisch, bald strahlten sämtliche Radiostationen diese Nummer in der Interpretation von Ray Charles aus. Danach galt „Georgia On My Mind“ bis heute als offizielle Hymne des Staates. Viele andere Künstler wie Ella Fitzgerald oder Louis Armstrong interpretierten sie ebenfalls, aber niemals wieder war der Song so erfolgreich wie 1979.

Apropos Musik: Georgia ist unter anderem auch als Heimat der verschiedensten Musikrichtungen bekannt. Hier entwickelten sich Folk und Rhythm & Blues weiter, hier findet man Größen des Hip-Hop, des Rock und des Country. Aber Georgia ist auch ein moderner Staat. Er und seine Hauptstadt Atlanta bieten Museen und historische Stätten, Kunst, Kultur und moderne Architektur. Viele Fortune100 Firmen siedeln hier, ebenso wie der Konzernriese Coca Cola.

Übrigens: Georgia ist nach wie vor ein Eisenbahnstaat. Viel wird über die Schiene transportiert. Das alte Eisenbahnnetz erlaubt aber auch ganz besondere reisen in Georgias Vergangenheit.

Georgia Geographie

Georgia vereint auf einer Gesamtfläche von 145.077 km² Küstenlandschaften mit Gebirgszügen. Es lässt sich in die Regionen Ridge and Valley, Blue Ridge, Piedmont, Coastal Plain und Appalachen einteilen. Jede dieser Regionen wiest ihre besondere Charakteristik auf. Der höchste Punkt Georgias liegt in den Blue Ridge Mountains: der Brasstown Bald ist 1458 Meter hoch.

Im Osten wir Georgia auf einer Küstenlänge von 161 km vom Atlantik begrenzt. Ebenfalls im Osten liegt South Carolina. Südlich von Georgia liegt Florida, westlich Alabama. Im Norden wird Georgia von den Staaten Tennessee und North Carolina begrenzt. Zu den wichtigsten Gewässern Georgias zählen der Savannah River im Osten, der Tugaloo und der Seneca im Nordwesten, der Chattahoochee River im Westen, der Flint River weiter südlich und der Saint Mary’s River im Südosten. Sehr bekannt und beliebt bei Wochenendausflüglern ist auch der Lake Seminole.

In Georgia findet man 63 Parks, davon 48 State Parks und 15 Historische Denkmäler. Viele der historischen Stätten und Naturparks befinden sich unter der Verwaltung des Georgia Department of Natural Resources oder des National Park Service. Ein Großteil Georgias verfügt über subtropisches, feuchtes Klima. Die Sommer sind heiß und feucht. Die genauen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit hängen jedoch auch von der Lage des Ortes, seiner Nähe zum Atlantik und seiner Höhe ab. Gegen Abend kann es vor allem in heißen Sommern zu schweren Gewittern kommen. Die Winter sind mild und relativ trocken. In den bergen kann es zu Schneefällen kommen. Wie auch Florida ist Georgia ständig von Hurrikans und anderen extremen Wetterlagen bedroht.

Georgia

Georgia ©iStockphoto/vvvita

Georgia Geschichte

Wie in vielen Teilen der USA war das Land bereits besiedelt, als die ersten Europäer es betraten. In Georgia siedelten vor allem die Muskogee und die Cherokee. 1526 erreichte
der Spanier Lucas Vázquez de Ayllón das heutige Georgia und gründete die erste europäische Kolonie nahe der Insel St. Catherine’s Island. Hernando de Soto erreichte die Gegend wenig später, 1540, und erforschte die Region genauer.

1566 gründeten die Spanier Santa Catalina. Erst 1670 brach der Konflikt zwischen Spanien und England aus, als die Engländer vom norden aus Carolina und die Spanier von Süden aus Florida aufeinander trafen. 1680 konnten die Briten das spanische Santa Catalina besetzen. Zu Ehren ihres Königs Georg II nannten sie das eroberte Land Georgia.

Die erste britische Siedlung sollte 1732 gegründet werden. Der englische Abenteurer James Oglethorpe fuhr mit 120 Genossen am 17.11.1732 aus und gründete 1733 mit 114 Kolonisten die Stadt Savannah. Salzburger und Schotten stießen bald zu dieser Kolonie und siedelten sich ebenfalls dort an. Nach blutigen Kämpfen mit den Spaniern und inneren Streitigkeiten erhielt die Kolonie 1752 einen königlichen Gouverneur und 1755 eine Provinziallegislatur. 1775 löste sich Georgia von den Briten und wurde autonom.

Georgia trat als vierter Bundesstaat der Union bei, verbot aber als letzter der Staaten 1798 den Sklavenhandel. Allerdings war es weiterhin gestattet, Sklaven auf den Plantagen einzusetzen. Während des amerikanischen Bürgerkriegs gehörte Georgia den Konföderierten an.

Georgia Sehenswürdigkeiten

Georgia ist ein Staat mit Kontrasten. Er verbindet den alten Südstaatenflair, den Filme wie „Vom Winde verweht“ heraufbeschworen haben, mit der Moderne und schafft so ein interessantes Urlaubs- und Ausflugsziel.

Einerseits ist Georgia sehr ländlich geprägt. Eine Vielzahl von Farmen lädt interessierte Besucher auch mal für einen ganzen Urlaub ein, geschichtsträchtige Trails wie der Bartram Trail und atemberaubende Canyons wie zum Beispiel der Cloudland Canyon zeigen ganz unterschiedliche Facetten dieses Staates. Sie wünschen sich etwas mehr Aktivitäten im Urlaub? Nichts leichter als das! Die Berge, Küsten, Seen und Flüsse Georgias bieten so viele Möglichkeiten, dass Sie jeden tag etwas anderes ausprobieren können. Wie wäre es zum Beispiel mit Kayak oder Kanu fahren? Rafting? Klettern? Zu aufregend? Sie können genauso auch Höhlen im Nordwesten des Staates erforschen, Drachenfliegen, auf einem Hausboot den Staat bereisen oder unbewohnte Barrier-Inseln und unerforschte, meilenweite Sandstrände entdecken.

Wer es lieber gediegen mag, ist vielleicht eher mit einem exklusiven Golf-Resort an der Küste zufrieden zu stellen. Die 18-Loch-Plätze sind über die Grenzen Georgias hinaus bekannt. Und wenn Ihnen nach etwas Kunst und Kultur ist, dann fahren Sie doch einfach in Georgias Hauptstadt Atlanta. Hier finden Sie alles von Coca Cola bis „Vom Winde verweht“. Ganz besonders sehenswert: die viktorianischen Antebellumhäuser, die so typisch für das Südstaatenflair sind.

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