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Reisebericht New York

Die Vorfreude auf New York, die Ostküsten-Metropole, war groß. Schon viel habe ich von der Stadt der Superlative gehört und im Fernsehen gesehen. Nach 8 Stunden Flug mit Singapore Airlines, die an Board in allen Klassen einen hervorragenden Service bietet, landete die Maschine an einem Sonntag gegen 11 Uhr bei fantastischem sonnigen Wetter auf dem John F. Kennedy-Airport. Während des Landeanflugs konnte ich schon die legendären Hamptons auf Long Islands sehen. Der Sicherheits-Check verlief erstaunlicherweise schneller als gedacht. Ich wurde fotografiert und musste meinen linken und rechten Zeigefingerabdruck digital hinterlassen. Nach dem der Einreise-Stempel im Pass war, ging es schon zum Gepäckband und wenige Augenblicke später stand ich in der Airport-Vorhalle. Von hier hat man verschiedene Wege, um in die Stadt zu kommen. Am preiswertesten geht das mit einem Shuttle-Bus, der mehrere Touristen mitnimmt und dann am jeweiligen Hotel absetzt. Andere Möglichkeiten sind individuelle Taxis, deren Fahrer die Reisenden auch gern direkt ansprechen und eine Airport-Bahn.




Auf der Fahrt nach Manhattan beeindruckten mich bereits die Brücken und Wolkenkratzer. Über den Central Park ging es direkt in die 50th Street, in der mein Hotel lag, das Amsterdam Court Hotel. Ein kleines Touristenhotel, das ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bot und zu den meisten New Yorker Attraktionen sehr zentral lag, denn gleich um die Ecke waren der Broadway und der Time Square. Da in New York gerade Nachmittag war und angenehm warmes Frühlingswetter herrschte, war mein erster Gang in den Central Park. Der war zu dieser Zeit besonders stark von Joggern, Hunde-Sittern und reichen Amerikanern bevölkert. Ein Platz auf einer Bank fand sich trotzdem und mit einem Kaffee von Starbucks und einer dicken New York Sunday Times bestückt, konnte ich mich mit New York vertraut machen und gleichzeitig die Leute beobachten.

Gleich am nächsten Tag bin ich hoch hinaus, um New York von oben zu entdecken. Hierzu bietet sich zum einen die teure Variante eines Helikopter-Fluges an. Ich nahm aber den klassischen Weg nach oben und ging ins Rockefeller Center, das ebenfalls in der 50th Street, nur ein paar Schritte von meinem Hotel entfernt lag. Die Aussichtsplattform heißt „Top of the Rock“ und wurde erst im Jahr 2005 wieder eröffnet. Die Eintrittskarte habe ich schon in Deutschland gebucht und ausgedruckt. Damit spart man sich die Wartezeiten, die hier aber deutlich geringer sind als beim bekannteren Empire State Building. Der Weg zum Lift führte vorbei an einer kleinen Ausstellung über die Geschichte des Rockefeller Centers, einer Multimedia-Show und dem obligatorischen Postkarten-Fotografen, dessen Bilder es nach dem Besuch im Souvenir-Shop für ungefähr 20 Dollar gibt. Oben angekommen, hatte ich bei wundervollem Wetter einen herrlichen Blick auf den Central Park im Norden und über den Wall Street District bis zur Freiheitsstatue im Süden. Die Plattform erstreckt sich über zwei Etagen, ist nach oben offen und bietet durch starke freistehende Glasscheiben im Vergleich zum Empire State Building einen gitterlosen Blick. Wieder unten angekommen, habe ich noch die öffentlichen Bereiche des Rockefellers Centers besucht. Hier gibt es neben Boutiquen, Kaffee-Shops und der berühmten Eislauffläche auch die Studios der beliebtesten amerikanischen TV-Morningshow „NBC Today“, die man bei einer Führung auch besichtigen kann.

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New York

New York ©iStockphoto/TomasSereda

Zu New York gehört auch ein Trip zur Freiheitsstatue auf Liberty Islands. Auch hier hatte ich die Eintrittskarten für die Fähre, die am südlichen Zipfel Manhattans am Battery Park ablegt, schon in Deutschland gebucht. Bis man endlich im Inneren der „Lady“ steht, sind noch zwei Sicherheits-Checks zu absolvieren: einer, bevor es auf die Fähre geht und ein zweiter am Fuße des Eingangs zur Freiheitsstatue. Hier startete dann die Führung eines Rangers des Nationalpark Service, der ich zunächst aufmerksam folgte, später aber verließ, um endlich auf der unteren Plattform zu stehen und von hier den berühmten Skyline-Blick auf Süd-Manhattan zu sehen. Früher konnte man auch noch weiter nach oben steigen – in die Krone und die Fackel – heute musste ich mich mit einem Blick durch eine Glasscheibe nach oben begnügen. Wenn man genügend Zeit einplant, kann man die Rück-Fähre noch einmal auf der Nachbar-Insel Ellis Island verlassen und hier das Museum über die Geschichte der Einwanderer besuchen.

In New York gibt es zahlreiche berühmte Museen, Galerien und Theater. Für meine Urlaubswoche hatte ich mir einen Besuch im MoMA, dem Museum of Modern Art und im Guggenheim-Museum vorgenommen. Einige Exponate des MoMA hatte ich schon bei der Gastausstellung im Jahr 2005 in Berlin gesehen. Nun war ich also gespannt auf die Bilder in ihrer Original-Umgebung, schließlich wurde das Museum umgestaltet und hat jetzt mehr Ausstellungsfläche zur Verfügung. Um möglichst viel Zeit zu haben, empfiehlt sich ein Besuch in den Vormittagsstunden. Mit einem New York Pass sparte ich mir das Anstellen an der Tageskasse und konnte den Gutschein aus dem Pass gleich an der Membership-Kasse eintauschen. Die Räume mit den sensationellen Bildern von Picasso, Mondrian, Chagall, Monet und weiteren namhaften Künstlern sind atemberaubend. Ich setzte mich manchmal für 5 oder 10 Minuten auf eine Bank in der Mitte des Raums und ließ die Werke und die Atmosphäre auf mich wirken. Statt eines teuren Restaurantbesuchs im Museum begnügte ich mich mit einem Kaffee und einem Sandwich im Bistro.

Das Guggenheim-Museum mit seiner imposanten Außenfassade liegt an der 5th Avenue gegenüber dem Central Park. Das Museum zeigt ebenfalls moderne Kunst, allerdings hat mich der Innenbereich doch eher enttäuscht. Die Idee des spiralförmigen Ganges von Architekt Frank Lloyd Wright war sicherlich zu jener Zeit eine Sensation. Leider merkt man aber auch die Probleme für den Museumsbetrieb, denn die Werke müssen alle durch Unterbalken eben gestellt werden.

New York ist auch ein Shopping-Paradies. Macys und Bloomingdales sind riesige Kaufhäuser und ich war von der Wucht der Warenauswahl wirklich erschlagen. Nur Bummeln, wie es in Deutschland vielleicht bei Karstadt oder Kaufhof möglich ist, geht hier fast nicht, denn das Angebot und die Verkaufsfläche sind wirklich enorm. Ein Bummel lohnt sich aber entlang der 5th Avenue. Hier gibt es den berühmten Juwelier Tiffany, den Trump Tower des Milliardärs Donald Trump, die Stores von Abercrombie und Gap und die Boutiquen der Modemarken Prada, Luis Vuitton, Armani oder Versace. Selbst wenn ich hier nichts gekauft habe, war der Blick in die Auslagen schon sehr sehenswert.

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